Öffentlicher Verkehr

Der modernisierte SBB-Hauptbahnhof Rorschach ist dank neuen Zug- und Umsteigeverbindungen noch attraktiver.

Der öffentliche Verkehr wurde und wird zielstrebig ausgebaut. Bereits ab Ende 2013 fahren drei (statt wie bisher zwei) S-Bahnen ab Rorschach, Rorschach Stadt und Goldach Richtung St.Gallen. Und auch im Busverkehr gibt es neue, bessere Verbindungen.

Mit der Modernisierung des Bahnhofs Goldach, der Realisierung des Personenlifts beim Hauptbahnhof Rorschach, der Erneuerung des Bahnhofs Rorschach Hafen sowie dem neuen Buskonzept mit verbesserter Abstimmung der Fahrpläne von Bahn und Bus wurden schon eine ganze Reihe an Massnahmen umgesetzt.

Ohne Halt Richtung Zukunft

Mit der Hochgeschwindigkeitsverbindung Zürich – München im Jahr 2018 wird der Bahnverkehr noch attraktiver: So werden Rorschach, Rorschach Stadt und Goldach vom Halbstundentakt St.Gallen – Bregenz und vom Viertelstundentakt St.Gallen – St.Margrethen profitieren. Im Zuge dieser Angebotserweiterungen wird der SBB-Bahnhof Rorschach Stadt ausgebaut – mit zwei neuen Aussenperrons, einer Fussgänger-Unterführung, Perrondächern und einer verlängerten Doppelspur.

Zug um Zug attraktiver

Ob wir wollen oder nicht: Unsere Gesellschaft wird immer mobiler. Kaum jemand arbeitet noch in unmittelbarer Nähe seines Wohnorts. Und wer seine Arbeitsstelle wechselt, möchte oft im bestehenden Wohnort weiterleben, wo er sich in seinem Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis wohlfühlt. Die Bahn kann zwar den motorisierten Individualverkehr nicht ersetzen, aber entlasten – nicht nur mit verbesserten Fahrplänen, sondern auch mit verbessertem Rollmaterial. Die neuen Doppelstockzüge St.Gallen – Chur tragen diesem Trend Rechnung.

Postauto als Ergänzung

Der Postautoverkehr schliesst eine wichtige Lücke zwischen dem überregionalen SBB- und dem regionalen Seebus-Angebot. So werden viele Ziele, die nicht in unmittelbarer Nähe des Bahnnetzes liegen, mit dem Postauto schnell und bequem erreicht, so zum Beispiel der Osten der Stadt St.Gallen. Bereits für 2014 sind verschiedene Zusatzangebote geplant. So werden die Linien St.Gallen – Untereggen – Rorschach sowie Rorschach – Thal – Rheineck durchgehend im Halbstundentakt bedient.

Rorschacherberg ist mit dem Seebus gut erschlossen.
Bus-Linienplan ab Dezember 2013.
Der neue Lift verbindet den SBB-Hauptbahnhof sowie die Seeuferanlagen mit der Bushaltestelle und den umliegenden Quartieren.

Seebus als Nahverkehrsmittel

Der Seebus ist ein zentrales Angebot im regionalen Verkehrskonzept. Die Zustimmung der Stimmberechtigten der drei Gemeinden zur definitiven Einführung war ein wichtiger Meilenstein. Im Dezember 2013 wird der Fahrplan auf die neue S-Bahn St.Gallen abgestimmt. Der neue Fahrplan bringt Verbesserungen für den Seebus-Betrieb. Das Liniennetz wird auf einen Halbstundentakt umgestellt, um die im 30-Minuten- und 15-Minuten-Takt verkehrenden S-Bahnen optimal zu bedienen. Heute fährt der Seebus an Werktagen alle 20 Minuten. Ohne die Umstellung könnten Anschlüsse zwischen den Buslinien und einer im Halbstundentakt verkehrenden S-Bahnlinie nur einmal pro Stunde angeboten werden. Auf Abschnitten mit hoher Auslastung verkehren künftig zwei Linien im Halbstundentakt, die sich zu einem Viertelstundentakt ergänzen. Die überregionalen Postautolinien können auch eine innerörtliche Erschliessungsfunktion wahrnehmen. Zusammen mit dem Seebus stellen sie ebenfalls einen Viertelstundentakt sicher. An Sonntagen wird der Stundentakt beibehalten.

Die Busse sind künftig auf allen drei Linien (Neuer Linienplan 2014) sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg auf derselben Route unterwegs. Damit gehören die Rundkurse, die nur in einer Richtung verkehren, der Vergangenheit an. Zudem verbindet der Seebus die Quartiere untereinander und mit den Zentren.

Langsamverkehr als Teil des Gesamtsystems

Im regionalen Konzept «Langsamverkehr» werden die Aktivitäten der drei Gemeinden aufeinander abgestimmt und Lücken geschlossen. So soll entlang der Bahnlinie ein neuer Rad- und Fussweg von Goldach nach Rorschach führen. Verbesserungen sollen zudem durch die attraktivere Wegverbindung entlang des Seeufers sowie durch neue oder optimierte Querungsmöglichkeiten der Seelinie und der Hauptstrasse erreicht werden. Die Gemeinde Rorschacherberg beabsichtigt den Bodenseeradweg zwischen ihrem Entwicklungsgebiet bis zum Hörnlibuck nach Möglichkeit entlang der Churerstrasse zu führen, um den Velofahrern den bisherigen Umweg über den Hang zu ersparen.

Der ausgebaute Bahnhof Goldach ist für die künftigen Herausforderungen gerüstet.